Sonstige Studien zur Medienpädagogik und zur Mediennutzung

An den deutschen Universitäten und Hochschulen gibt es eine Vielzahl von Forschungsgebieten und -vorhaben zum Thema Medienpädagogik. Demnächst werden hier diese Institute und Fachbereiche aufgelistet.

Außerdem darf hier das JFF - Institut für Medienpädagogik in München nicht unerwähnt bleiben. Zur Erforschung des Mediennutzungsverhaltens verweisen wir hier (neben unserer Seite zu den JIM-, KIM- und FIM-Studien) auf die Untersuchungen von BITCOM, Initiative21 und EU Kids Online.

Diese Listen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern präsentieren eine Auswahl. Gerne nehmen wir auf Ihre Anregungen hin auch weitere Studien auf. Schreiben Sie uns einfach über unser Kontaktformular.


JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Das JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis wurde 1949 gegründet und befasst sich seither in Forschung und pädagogischer Praxis mit dem Medienumgang der heranwachsenden Generation. Ein Spezifikum des JFF ist die Verknüpfung von Forschung und Praxis: Die Ergebnisse der Forschung sind Grundlage für pädagogische Modelle in der Erziehungs-, Bildungs- und Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Aus der pädagogischen Praxis wiederum erhält der wissenschaftliche Bereich wichtige Impulse.

Der Schwerpunkt der Forschung des JFF liegt auf der Medienaneignung Heranwachsender vor dem Hintergrund personaler, soziokultureller und medialer Kontexte. Neben der Wahrnehmung, Nutzung und Bewertung von Medien stehen dabei die komplexen Prozesse der Integration von Medien in die Lebensvollzüge im Zentrum des Interesses. Im Rahmen dieses auf Verstehen gerichteten Forschungsinteresses werden qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung verzahnt. Ein Anliegen ist dabei, aus den Ergebnissen auch Hinweise für pädagogisches Handeln zu gewinnen und medienpolitische Reflexionen anzustoßen. Die Schwerpunkte der JFF-Forschung erstrecken sich

  • auf Untersuchungen, die empirisch fundiertes Wissen über Medienaneignungsweisen von Kindern und Jugendlichen bereitstellen,
  • auf Expertisen, die darauf gerichtet sind, medienpädagogisches Wissen für wissenschaftliche, pädagogische sowie medien- und bildungspolitische Zusammenhänge nutzbar zu machen, sowie
  • auf Evaluationen von medienpädagogischen Modellen und Angeboten, die der Weiterentwicklung medienpädagogischer Konzepte dienen.

Alle Forschungsvorhaben und -ergebnisse sowie Hinweise auf Veröffentlichungen dazu finden Sie bei www.jff.de


BITCOM-Studien

BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft. Die Schaffung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen hat für BITKOM höchste Priorität. Bildung und Fachkräftenachwuchs, Netzpolitik, Datenschutz und -sicherheit, E-Government und E-Health, Mittelstand und Start-ups, Urheberrecht, Softwaretechnologien, Consumer Electronics, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und altersgerechte Gestaltung sowie eine neue Telekommunikations- und Medienordnung sind Kern der politischen Agenda des BITKOM.
BITCOM erstellt auch umfassende Informationsbroschüren, Stellungnahmen und Marktanalysen zu politischen und wirtschaftlichen sowie bildungsrelevanten Themen der digitalen Medien.
www.bitkom.org


Initiative D21 - (N)ONLINER-Atlas

Die Initiative D21 setzt sich für lebenslanges Lernen mit und für die digitalen Medien ein. In Projekten, Aktionen und Dialogen will sie das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Bedeutung der digitalen Medien im Bildungsbereich stärken. Ferner ist die Förderung des Nachwuchses in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen ein wichtiger Arbeitsbestandteil der Initiative D21. Basis für die Aktivitäten der Initiative ist die jährlich erscheinende Studie zur Internetnutzung und -nichtnutzung – der “(N)ONLINER Atlas”.

Wer ist wie häufig im Internet? Wie verbreitet ist die Internetnutzung nach sozialen und regionalen Differenzierungen? Welche Altersgruppe tut was im Internet? Gibt es Unterschiede bei der Internetnutzung nach dem Geschlecht? Gibt es in der Bundesrepublik einen „digital devide“, einen digitalen Klassenunterschied? Wie sind die Kenntnisse und die Nutzung des Internets in verschiedenen sozialen Gruppen verteilt?

Seit 2001 liefert der (N)ONLINER Atlas jährlich Antworten darauf und auf der Basis großer Fallzahlen belastbare, empirische Informationen zu Onlinern, Offlinern und Nutzungsplanern in Deutschland. Diese Untersuchung der Initiative D21 wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit TNS Infratest und unterstützt von namhaften Sponsoren. und wird unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technik. 

 www.initiatived21.de


EU Kids online

Ingesamt 21 Nationen bilden seit 2006 einen Forschungsverbund, der für ganz Europa Daten zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen sammelt und zusammenführt, die jeweiligen Befunde vergleichend auswertet und im Hinblick auf Maßnahmen zur Förderung des sicheren Umgangs mit dem Internet interpretieren soll. Die Koordination des Forschungsnetzwerkes liegt bei der London School of Economics and Political Science (LSE).

Das gemeinsame Arbeitsprogramm umfasst folgende Fragen:

  • Welche Daten und Befunde über den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern liegen in den einzelnen Ländern vor? Welche Erkenntnisse gibt es speziell zur Frage des sicheren Umgangs mit dem Internet und anderen Online-Medien?
  • Welche Forschungsstrategien im Hinblick auf den sicheren Umgang mit dem Internet sind in den einzelnen Ländern zu beobachten? Welche Fragen stehen im Vordergrund, welche werden vernachlässigt? Was kann daraus für künftige Forschungsstrategien gelernt werden?
  • Wie lassen sich die vorliegenden Befunde international vergleichend interpretieren? Welche Gemeinsamkeiten und Besonderheiten lassen sich herausarbeiten?
  • Welche Schlussfolgerungen sind angesichts des internationalen Forschungsstands im Hinblick auf Maßnahmen seitens der Medienregulierung, der Anbieter und der Medienpädagogik zu ziehen?

Wesentliches Ziel des Gesamtvorhabens ist der möglichst umfassende und nachhaltige Transfer der gewonnenen Erkenntnisse an die Öffentlichkeit, die Politik, die Medienregulierung, die Medienanbieter und die Medienpädagogik.

Die Ergebnisse aus den EU Kids Online-Studien sind in verschiedenen Publikationen dokumentiert, die auf der offziellen englischsprachigen Projektseite www.lse.ac.uk bereitstehen. Einen umfassenden Überblick über die empirischen Befunde finden Sie auch bei www.eukidsonline.de

Im Rahmen des Projekts EU Kids Online werden aktuell verfügbare empirische Studien (ab 2000) aus den verschiedenen Ländern zusammengetragen und in einer Datenbank erfasst:
www.eukidsonline.de